Hallo! Hier ist Marvin. Heute, am 9.1.2011, schreibe ich meine angekündigte Fortsetzung vom 9.12.2010.
Kurz vor Weihnachten fuhr ich mit der Deutschen Bahn von Berlin über Schwerin und Ribnitz-Dammgarten nach Wustrow. Das liegt am Darss an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern, falls das jemand kennt. Bei Schneesturm und minus 10 Grad kam ich bei meinem neuen Arbeitgeber, dem „Dorint-Strandhotel Ostseebad Wustrow“, spät am Abend an. Ich bekam ein nettes Zimmer und leckeres Essen. Am nächsten Morgen sollte ich um 8.00 Uhr in der Küche antreten. Arbeitskleidung wurde mir gestellt.
Vom Heiligen Abend bis Neujahr habe ich voll durchgearbeitet. Es war tierisch viel zu tun. Jeden Tag über Hundert Essen zubereiten und servieren. Unser Team besteht aus 30 Leuten. Mein Chef ist klasse, immer freundlich zu den Gästen und zu uns. Mein Küchenchef ist auch prima. Er hat mich für die kleine Küche und für das Buffet eingeteilt. Meine Kollegen sind auch nett zu mir. Mit einigen bin ich schon fast befreundet.
Am 3. Januar 2011 rief mich der Hoteldirektor in sein Büro. Der Küchenchef war auch dabei. Die beiden Herren erklärten mir, dass ich die Probetage erfolgreich bestanden habe und dass ich einen Lehrvertrag bekommen könnte. Wenn ich wollte.
Natürlich will ich! Eine neue Lehrstelle! In einem 4-Sterne-Hotel der Dorint-Kette! Wow!
Ich habe mich tierisch gefreut und beide Herren herzlich umarmt. Am nächsten Tag bin ich glücklich und stolz mit meinem neuen Lehrvertrag zurück nach Berlin gefahren. Ein paar Tage bei Mama sein. Und ein paar Unterlagen für das neue Ausbildungsverhältnis zusammen tragen. Wieder zu den blöden Ämtern laufen. Aber egal, schon bald bin ich die endlich los.
Übrigens!: Mein Lehrlingsgehalt von dem Restaurant aus dem Nikolai-Viertel in Berlin-Mitte habe ich inzwischen auch bekommen. 600,00 Euro nachträglich für Oktober und November 2010! Ein Mitarbeiter von BLINKER hat mir dabei geholfen. Kurz vor Silvester war die Kohle auf meinem Konto. Danke!
Jetzt will auch noch RTL einen Fernseh-Beitrag darüber machen. Soll bei Punkt 12 gesendet werden. Ich habe auch vor der Kamera gesprochen, damit andere junge Leute mit solchen Problemen sich nicht entmutigen lassen. Es lohnt sich zu kämpfen!